Bier - das Lebenselexier der Bayern

06. Februar 2019

Bei laufendem Betrieb konnten 17 Teilnehmer der AG 60plus mit ihrer Vorsitzenden Ursula Kinner am 05.02.2019 die einzig verbliebene Weidener Brauerei Gambrinus besichtigen. Heiner Nachtmann, der schon über 40 Jahre dort beschäftigt ist, begann mit seiner Führung bei den Kupferkesseln im Sudhaus, wo die Grundlage (Wasser, Hopfen und das in eigener Schrotmühle gemahlene Malz) vermischt und auf 67° erhitzt wird. Im nächsten Kessel wird die Masse dann gefiltert. Der gesamte Wasserbedarf wird aus dem eigenen Brunnen auf dem Firmengelände gedeckt.

Reinigungsstrasse

Nach dem Zusatz von Hefe ruht das Gebräu 1 Woche im Gärkeller, dann weitere 4-5 Wochen in neuen Edelstahltanks im Lagerkeller. Alte Lagertanks wurden stillgelegt, um die Stabilisierung des Gebäudes zu gewährleisten. Es folgt ein weiterer Filter für Heferückstände. Vor der Abfüllung durchlaufen Fässer und Flaschen eine ausgeklügelte Reinigungsstrasse mit Bottle-Inspektor für defekte Flaschen. 10.000 Flaschen/Stunde werden abgefüllt, etikettiert und verdeckelt. Neben 18 Biersorten gibt es 15 verschiedene Limonaden. Diese werden mit Konzentrat, einem Grundstoff und Kohlensäure hergestellt. Die Brauerei beschäftigt 26 Mitarbeiter, davon überwiegend Fahrer und vier im Büro.

Gambrinus

In der großen Lagerhalle der vollen Fässer, Bier- und Limokästen beantwortete Herr Nachtmann bei einem von der Firma gestifteten Umtrunk und Brezen noch viele Fragen der Gäste. Anschließend bedankte sich Vorsitzende Kinner bei ihm für die interessante und umfangreiche Führung mit einem "Prickelwasser".

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